Vorbereitung und Tipps
vor der Reise in die USA
Die USA zählen zu den beliebtesten Reisezielen weltweit – und auch mich haben sie begeistert. Egal ob pulsierende Metropolen, endlose Highways auf dem Roadtrip oder Abenteuer in den unzähligen Nationalparks: Kaum ein anderes Land bietet so viele Möglichkeiten, neue Eindrücke zu sammeln.
Damit deine Reise entspannt und reibungslos starten kann, ist eine gute Vorbereitung der Schlüssel. In diesem Beitrag habe ich die wichtigsten Informationen zusammengestellt, die für mich hilfreich waren. Ich wünsche Dir viel Spaß bei Deiner Vorbereitung und eine wunderbare Entdeckungsreise im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
Informationen, Literatur & Karten
Du hast bestimmt schon ein wenig im Internet recherchiert. Ich persönlich fand die offizielle Tourismus-Webseite der USA als ersten Überblick recht gut. Ich werfe außerdem immer gerne einen Blick auf den Atlas Obscura – oftmals finde ich hier noch wirkliche Geheimtipps.Last but not least habe ich mich durch diverse Blogs von USA-Reisenden gelesen – so wie Du offensichtlich auch. Da es bei den Nationalparks oftmals besondere Besuchervorschriften gibt, lege ich Dir auch die Seite des National Park Service ans Herz. Hier findest Du auch die Infos zum „America the Beautiful“ – Pass.
Als Reiseführer hatten wir wieder den Lonely Planet an Bord. Da gibt´s regional eine gute Auswahl. Außerdem ist auch das Reise Know-How von Freytag & Bernd immer hilfreich – zumeist inklusive Landkarte.
Apropos Landkarte. Wir haben uns in den USA auf Google Maps und OSMand verlassen und sind damit eigentlich immer gut gefahren.
Dokumente
Bevor es losgeht, lohnt sich ein gründlicher Check deiner Reisedokumente und Planungen. Die USA haben klare Einreisebestimmungen, die strikt kontrolliert werden. Für die meisten Reisenden reicht eine ESTA-Genehmigung aus. Diese ermöglicht die visumfreie Einreise für bis zu 90 Tage – allerdings nur für Tourismus, Geschäftsreisen oder Transit.Gerade bei den Einreisebestimmungen gibt es immer wieder Änderungen, informiere Dich dazu also unbedingt auch bei den offiziellen Stellen
- Gültiger Reisepass (biometrisch / elektronisch)
- ESTA-Antrag (oder Visum) rechtzeitig beantragen
- Flugticket (Rück- oder Weiterflug)
- Unterkunftsnachweis (Hoteladresse oder Einladung)
- Reisekrankenversicherung mit hoher Deckungssumme
- Kreditkarte (Achtung bei doppelter Authentifizierung – Code muss irgendwie aufs Handy)
- Kopien aller wichtigen Dokumente (digital & ausgedruckt)
- Notfallkontakte abspeichern
Einreise und Zoll
Auch mit gültigem ESTA oder Visum ist die endgültige Einreiseentscheidung Sache der US-Grenzbehörde (CBP). Bei der Ankunft findet ein kurzes Interview mit ein paar typischen Fragen statt. Zusätzlich werden Fingerabdrücke genommen und ein Foto gemacht. Wir haben immer sehr positive Erfahrungen gemacht und sind immer nett behandelt worden – also keine Scheu, vor einem netten Small-Talk:
- Warum reisen Sie in die USA und wie lange bleiben Sie?
- Wo wohnen Sie während Ihres Aufenthalts oder auch: Haben Sie ein Rückflugticket?
Die USA haben strenge Zollvorschriften. Besonders Lebensmittel und Medikamente stehen im Fokus der Kontrollen:
- Keine frischen Lebensmittel (Obst, Gemüse, Fleisch, Wurst)
- Keine Pflanzen oder Samen
- Medikamente nur in Originalverpackung (bitte genau checken welche Substanzen erlaubt sind)
- Bargeld über 10.000 USD muss deklariert werden
In den USA angekommen
Ein paar Tipps
Mobiltelefon & SIM-Card
Öffentliches WLAN ist weit verbreitet, aber für Navigation und Buchungen unterwegs empfiehlt sich eine US-SIM oder eSIM. Große Anbieter: in den USA sind AT&T, T-Mobile, oder Verizon. Prepaid-SIM-Karten erhältst Du an den Flughäfen, Elektronikläden oder auch Supermärkten. Wir haben die Karten meistens in Chinatown in einem der kleinen Handyläden gekauft und sind damit eigentlich immer gut gefahren. Oft nutzen wir aber auch die Firsty-App.
Einkaufen, Essen & Trinken
Amerikanische Supermärkte sind meist riesig und bieten eine enorme Auswahl. Die Preise wirken auf den ersten Blick günstig, aber Achtung: Die Steuer kommt an der Kasse dazu. Große Supermarktketten sind Walmart, Target, Kroger und Safeway. Wer Wert auf Bio legt ist bei Whole Foods gut aufgehoben. Alkohol ist zumeist nur in speziellen „Liquor Stores“ erhältlich.
Essen gehen ist in den USA sehr verbreitet – von Diners über Fast Food bis zu gehobenen Restaurants. Wichtig zu wissen: Trinkgeld ist Pflicht und beträgt in der Regel 15–25 %. Leitungswasser („tap water“) ist praktisch überall kostenlos und kann immer geordert werden.
Unterkünfte & Weiterkommen
Wir haben auf unseren Reisen in den USA bisher immer auf Hotels, Apartments oder Motels vertraut und sind damit (meistens) gut gefahren.
Über Booking.com, AirBnB oder auch Google Maps haben wir immer etwas gefunden. Gerade bei Roadtrips empfehlen sich Motels, weil sie gut erreichbar sind und immer einen Parkplatz zur Verfügung stellen. Aber unbedingt zuvor die Bewertungen checken. Die Qualitäts-Unterschiede sind enorm. Camping haben wir in den USA bisher nicht versucht, aber es gibt eine Vielzahl unterschiedlichster Camping- und RV-Plätzen. KOA liefert hier ein ganz guten Überblick.
Öffentliche Verkehrsmittel
In den USA ist das Auto das wichtigste Verkehrsmittel. Öffentliche Verkehrsmittel funktionieren vor allem in Großstädten gut. Wer auch Überland die öffentlichen Verkehrsmitteln nutzen möchte, kommt am Klassiker „Greyhound“ nicht vorbei. Aber Achtung: die Vorschriften bezüglich Gepäck, Essen/Trinken an Board unbedingt einhalten. Mache Busfahrer sind da gar nicht entspannt. Mittlerweile ist auch Flixbus in den USA weit verbreitet, ebenso wie Uber & Lyft. Wer mit Amtrak reist, sollte sich auf höhere Preise und auch Verspätungen einstellen.
Mietwagen & Leihmotorrad in den USA:
Freiheit auf zwei (oder vier) Rädern
Die USA sind wie gemacht fürs individuelle Reisen. Gerade außerhalb der Großstädte ist ein Mietwagen oder ein Motorrad – fast unverzichtbar. Ein Motorrad oder Auto zu mieten ist in den USA unkompliziert und oft günstiger als in Europa. Damit unterwegs keine bösen Überraschungen warten, solltest du einige Besonderheiten kennen.
Wir haben bisher mit Enterprise und Hertz sehr gute Erfahrungen gemacht. Allerdings lief die Buchung auch immer über unseren heimischen Automobilclub und hat daher alle Versicherungen, Road Assistance etc. beinhaltet. Um den Leihwagen oder das Motorrad in Empfang zu nehmen, brauchst Du: Gültiger nationaler Führerschein, Internationaler Führerschein dringend empfohlen, Kreditkarte auf den Namen des Fahrers und der sollte mindestens 21 Jahre alt sein.
Für Motorräder gibt es ebenfalls eine Reihe von Anbietern, die über die heimischen Automobilclubs gebucht werden können. In den USA zählt Eagle Rider zu den bekanntesten.









